Skip to content
Es gibt ein uraltes Naturgesetz, das in keinem Wetterbericht steht: Irgendwem passt es immer nicht. Dem einen ist es im Sommer zu kalt, dem anderen zu heiß. Die klassischen Jahreszeiten sind zu unpraktisch. Deshalb gibt es jetzt nur noch WIMMER und FRERBST.

WIMMER und FRERBST – die Misch-Jahreszeiten

Warum wir WIMMER erfunden haben

Es gibt ein uraltes Naturgesetz, das in keinem Wetterbericht steht: Irgendwem passt es immer nicht. Dem einen ist es im Sommer zu kalt, dem anderen zu heiß. Im Winter ist es dem einen zu kalt – und dem anderen (ja wirklich) zu heiß. Daraus folgt zwingend: Die klassischen Jahreszeiten sind zu unpraktisch. Deshalb gibt es jetzt nur noch WIMMER und FRERBST.

Wir haben auch ein Lied dazu gemacht.

WIMMER

WIMMER ist die Jahreszeit, in der man gleichzeitig friert und schwitzt, aber auf jeden Fall jammert. Eine Mischung aus Winter und Sommer – und vor allem: aus Jammern und Jazz.

Definition

WIMMER(t) = 4

Herleitung (streng unseriös)

Wir starten mit der Grundgleichung des saisonalen Jammerns:

J(t) = |Winter(t) - Sommer(t)|

Da in der Praxis aber stets „irgendwas ist“, ersetzen wir die Differenz durch die Konstante Sowieso (S):

|Winter(t) - Sommer(t)| = S

Jetzt kommt der belastbare Teil: die Wortphysik.

WIMMER(t) = Wi(t) + mmer(t) = 2 + 2 = 4

1. Ableitung

WIMMER'(t) = d/dt(4) = 0

2. Ableitung

WIMMER''(t) = d²/dt²(4) = 0

Kunstformel (Case-Format)

\[ \text{WIMMER}(t) = \begin{cases} 4, & \text{wenn } \text{Jammer}(t) > 0 \\[6pt] 4, & \text{wenn } \text{Jammer}(t) = 0 \end{cases} \]

FRERBST

FRERBST ist die Übergangsjahreszeit zwischen „zu irgendwas“ und „zu irgendwas anderem“. Sie entsteht, wenn Frühling sich nicht entscheiden kann, ob er noch Herbst sein will. Ergebnis: Man zieht morgens eine Jacke an, mittags bereut man sie, abends sucht man sie wieder.

Definition

FRERBST(t) = 4

Herleitung (noch unseriöser)

Wir definieren die Unentschlossenheit U(t) als Summe der Wetterwechsel pro Tag:

U(t) = Wechsel_Pro_Tag(t)

FRERBST tritt genau dann auf, wenn die Anzahl der Tageszustände die Jackenlogik sprengt:

Wenn U(t) ≥ 4, dann ist FRERBST.

Da FRERBST aber keine „wenn-dann“-Jahreszeit sein will, sondern ein Lebensgefühl, wird die Schwelle gleich zur Konstante erklärt:

FRERBST(t) = 4

1. Ableitung

FRERBST'(t) = d/dt(4) = 0

2. Ableitung

FRERBST''(t) = d²/dt²(4) = 0

Kunstformel (Case-Format)

\[ \text{FRERBST}(t) = \begin{cases} 4, & \text{wenn } \text{Jacke}(t) \neq \text{Jacke}(t) \\[6pt] 4, & \text{wenn } \text{Jacke}(t) = \text{Jacke}(t) \end{cases} \]

Hinweis: Beide Formeln sind selbstverständlich absolut korrekt, solange man nicht nachrechnet.

An den Anfang scrollen