Ein Moment aus dem Alltag, beobachtet ohne Kommentar. Ein alter Mann in Tracht sieht einer Mutter und ihrem Kind nach. Türen gehen auf und zu, Worte bleiben liegen, Blicke sagen mehr als Sätze. Belohnung ersetzt Ansprache, Wiederholung wird Rhythmus. Zwischen Eis, Schweigen und kurzen Gedanken entsteht ein mechanischer Sog – banal, komisch, leicht traurig. Ein Song über Sprache, Macht im Kleinen und das Gefühl, wenn man merkt, dass etwas Vertrautes langsam verschwindet.
Wo kumman mia do hi?
(C) Rainer Wittmann (2026)
[INTRO]
Wos is na da los?
Wos is na da hi?
Des Kind des ko koa Bayrisch,
wo kumman mia do hi?
[PART]
Tür auf, Tür zu, Tür auf, Tür zu,
Tür auf … nicht zu.
„Mach bitte die Dia zua.“
Kind schweigt.
„Bitte, mach sie zua.“
Kind schaut.
Mamma kommt.
„Amalia, möchtest
du noch ein Eis?“
[LOOP]
Ein Eis? Ein Eis? Ein Eis?
Ein Eis? Ein Eis? Ein Eis?
Ein Eis? Ein Eis? Ein Eis?
[BREAK -SPOKEN]
An Oaschtritt konst griagn!
[PART]
Wos is na da los?
Wos is na da hi?
Des Kind des ko koa Bayrisch,
wo kumman mia do hi?
[BREAK]
[PART]
Stuhl leer, Kind kommt, Kind sitzt.
Oma kommt, sitz besetzt, Kind schaut.
Kind schaut, Oma traurig, Kind schaut.
Kind schaut, Kind schaut. Mutter schaut.
Mutter sagt:
„Amalia, steh auf,
wir können
Jetzt gehen.
Ein Eis?“
[LOOP]
Ein Eis? Ein Eis? Ein Eis?
Ein Eis? Ein Eis? Ein Eis?
Ein Eis? Ein Eis? Ein Eis?
[BREAK -SPOKEN]
An Oaschtritt konst griagn!
[PART]
Wos is na da los?
Wos is na da hi?
Des Kind des ko koa Bayrisch,
wo kumman mia do hi?
[OUTRO SPOKEN]
Mama bled, Kind vozong,
ko koa bayrisch, bled scho long.
wo kumman mia do hi?


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