„Verlier dich nicht im Wahnsinn“ ist eine kraftvolle deutsche Soul-Ballade über Erschöpfung, Gewissen und innere Standhaftigkeit in einer Welt, die immer lauter, härter und gleichgültiger wirkt. Der Song verzichtet bewusst auf politische Parolen und konkrete Schuldzuweisungen. Stattdessen richtet er den Blick nach innen – auf das, was Menschen bereit sind hinzunehmen, zu normalisieren oder bewusst abzulehnen.
Der Text entsteht aus Müdigkeit, aber nicht aus Resignation. Er spricht von Ausbeutung, Verrat, Schweigen und einer Wahrheit, die zurechtgebogen wird. Besonders deutlich wird dabei der Blick auf das, was Schutz braucht und zu oft verletzt wird. Im Zentrum steht keine Anklage, sondern Verantwortung – die Entscheidung, sich nicht verbiegen zu lassen.
Der Refrain verdichtet diese Haltung in einem klaren Imperativ:
Verlier dich nicht im Wahnsinn.
Er wird ergänzt durch das Bild von Schatten mit Fäden, die ihre Macht verlieren sollen – eine Metapher für anonyme Strukturen, Korruption und Kontrolle ohne Gesicht.
Verlier dich nicht im Wahnsinn
(C) Idee: Rainer Wittmann (2025)
[VERSE 1]
Ich bin müde.
Ich bin so müde.
Schlaf kann da nicht helfen.
Ich bin es leid,
Ich bin es so leid, zu sehen,
wie Menschen
wie Werkzeuge behandelt werden,
ausgenutzt,
ausgebeutet,
weggeworfen,
wenn sie leer sind.
Ich bin es leid,
zu sehen,
wie die Wahrheit
in Formen gezwängt wird,
damit sie zu Erzählungen passen.
Ich bin es leid, dass sie uns alles
wegnehmen und Stimmen bezahlen,
die sagen, dass es gut sei, wie sie es wollen.
[PRE-CHORUS]
Ich trage diese Last
überallhin mit mir.
Ja, auch Wut.
Vor allem aber das Wissen,
dass hier etwas
gewaltig falsch läuft.
[CHORUS]
Verlier dich nicht im Wahnsinn!
(Verlier dich nicht)
Lass die Schatten mit den Fäden vergehn.
Lass sie an sich selbst zerbrechen.
Werde nicht zu dem, was uns zerstört.
Verlier dich nicht!
[VERSE 2]
Ich bin müde.
Gott, ich bin müde.
Davon, dass Menschen
betrogen,
eingesperrt,
hinter schönen Worten
zum Schweigen gebracht werden.
Müde von Lügen,
die so lange erzählt werden,
bis sie harmlos klingen.
Ich bin müde von dem Wissen,
was man den Kindern antut.
Dass man sie benutzt und
quält wie die alten Seelen,
die alleine sterben,
während niemand hinschaut
und die Welt sich einfach weiterdreht.
[PRE-CHORUS]
Ich schreie nicht.
Ich schreie nicht mehr.
Ich spüre nur, wie diese Last
mich innerlich erdrückt.
[CHORUS]
Verlier dich nicht im Wahnsinn!
(Verlier dich nicht)
Lass die Schatten mit den Fäden vergehn.
Lass sie an sich selbst zerbrechen.
Werde nicht zu dem, was uns zerstört.
Verlier dich nicht!
[BRÜCKE]
Ich kann die Welt nicht reparieren.
Das weiß ich jetzt.
Aber ich kann wählen,
was ich nicht sein will.
Ich kann mein Herz offenhalten.
Ich kann wach bleiben.
Ich kann denen, die mich manipulieren wollen
einfach nicht mehr zuhören.
[CHORUS]
Verlier dich nicht im Wahnsinn!
(Verlier dich nicht)
Lass die Schatten mit den Fäden vergehn.
Lass sie an sich selbst zerbrechen.
Werde nicht zu dem, was uns zerstört.
(Bleib du!)
Verlier dich nicht!
(Verlier dich nicht)
Bleib du
(Bleib du!)
[BREAK]
Bleib du!
[GUITAR SOLO]
[CHORUS]
Verlier dich nicht im Wahnsinn!
(Verlier dich nicht)
Lass die Schatten mit den Fäden vergehn.
Lass sie an sich selbst zerbrechen.
Werde nicht zu dem, was uns zerstört.
(Bleib du!)
Verlier dich nicht!
(Verlier dich nicht)
Bleib du
(Bleib du!)
[OUTRO]
Das ist alles, was du hast.
Und das ist genug.


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