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NDW: Die Stadt hört zu - rainerlei.de

NDW: Die Stadt hört zu
NDW: Die Stadt hört zu - rainerlei.de

P.S. Über Spenden wird Buch geführt.

Dieser Song steht bewusst still. In der Tradition der frühen Neuen Deutschen Welle beschreibt er urbane Szenen, Menschen und Gegenstände ohne Kommentar und ohne Gefühlserklärung. Minimalistische Sounds, einfache Strukturen und reduzierte Sprache treffen auf eine kühle Beobachterhaltung. Kein Retro-Gag, keine Parodie – sondern eine nüchterne Momentaufnahme zwischen Beton, Neonlicht und Alltag. Ein NDW-Titel, der nicht unterhalten will, sondern einfach da ist.

Die Stadt hört zu (NDW)

(C) Rainer Wittmann, 2025

[Strophe 1]
Die Stadt ist grau.
Es ist Dienstag.
Ein Mann steht am Fenster.
Er raucht nicht mehr.

Unten fährt ein Auto.
Zu langsam.
Zu laut.
Es bleibt kurz stehen.

[Refrain]
Die Stadt hört zu.
Niemand spricht.
Die Stadt hört zu.
Es reicht.

Die Stadt hört zu.
Licht geht an.
Die Stadt hört zu.
Und wieder aus.

[Strophe 2]
Ein Fernseher läuft.
Ohne Ton.
Ein Sprecher bewegt den Mund.
Niemand hört hin.

Im Treppenhaus Schritte.
Zwei Stockwerke.
Dann nichts mehr.
Nur Neon.

[Refrain]
Die Stadt hört zu.
Alles bleibt.
Die Stadt hört zu.
Keiner schreit.

Die Stadt hört zu.
Zu viel gesehen.
Die Stadt hört zu.
Weitergehen.

[Strophe 3]
Ein Junge zählt Geld.
Zu wenig.
Er faltet es glatt.
Steckt es ein.

Ein Plakat hängt schief.
„Morgen wird besser“.
Darunter ein Riss.
Niemand klebt ihn zu.

[Bridge – minimal]
Aha.
Aha aha.
So ist das.

[Letzter Refrain]
Die Stadt hört zu.
Die Nacht ist da.
Die Stadt hört zu.
Wie immer.

Die Stadt hört zu.
Und sagt nichts.
Die Stadt hört zu.
Und bleibt.

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