„Merkst es ned“ ist eine ruhige bayerische Hymne über Zeit, Heimat und das stille Glück, am richtigen Ort zu sein. Der Song erzählt von Momenten, die im Alltag oft untergehen – dem Lachen früherer Tage, dem leisen Weh einer Erinnerung und dem warmen Gefühl, fest verwurzelt zu sein in dem Land, das man liebt. Mit Gitarren, weichen Streichern und einer Stimme, die ehrlich und bodenständig klingt, entsteht eine Musik, die wie ein Sonnenuntergang über den Alpen wirkt: warm, melancholisch, aber voller Frieden. Der Refrain trägt eine leise Weisheit in sich – dass das Leben weitergeht, ob wir es merken oder nicht, und dass jeder Herzschlag sein eigenes Lied schreibt. Ein Song für stille Abende, für Menschen mit Herz und Geschichte, und für alle, die Bayern nicht nur sehen, sondern spüren.
Merkst es ned?
(C) Rainer Wittmann, 2025
[Strophe 1]
Merkst es ned, wia des Lehm weitergeht?
Gestern war ma jung,
ham ned viel g’fragt,
ham g’lacht, ham gsunga
fast den ganzen Dog.
Doch die Zeit,
wia a Wind, der über d’Wiesn weht,
nimmt uns still a Stückerl mit.
Koana bleibt wirklich stehn.
[Refrain]
Merkst es ned, wia die Zeit vergeht?
Wia a Sommerreng,
der über uns drüberziagt.
Jedes Herz schlagt sei Liad,
mal laut, mal leis’.
Heast es ned?
Des Lehm geht immer weiter,
und bleibt so tief in uns drin,
bis des Liad verstummt.
[Strophe 2]
Heut’ steh i da
und schau auf mei Hoamatland.
A goldner Abendschein
legt se sacht über d’Dörfer hin.
Do wird ma stad,
und da kribbelt’s im Bauch,
wia dankbar ma eig’ntlich is,
dass ma herghört, wo ma is.
[Refrain]
Merkst es ned, wia des Lehm vergeht?
Wia a Sommerreng,
der über uns drüberziagt.
Jedes Herz schlagt sei Liad,
mal laut, mal leis’.
Heast es ned?
Des Lehm geht immer weiter,
und bleibt so tief in uns drin,
bis des Liad verstummt.
[Bridge – ruhig]
Und wenn amoi die Stundn
a bisserl schwerer san,
dann denk dran,
wia vui du scho g’lebt host.
Koan Moment kriagst zruck,
aber jeden host g’spürt —
und des macht di reich,
wia koa Geld da Welt.
[Final-Refrain – warm, getragen]
Merkst es ned, wia die Zeit vergeht?
Wia a liab’s Geschichtl,
des oba irgendwonn weitergeht.
Und i heb’s Herzerl hoch,
weil i woaß: des is unsre Zeit.
Heast es ned?
Wia schee’s do is,
wia schee, dass ma zwoa no do san,
wia schee, dass uns des Liad bleibt —
bis es für immer verstummt.


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