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„Meister Kloß" erzählt im besten Bänkelsang-Stil von einem reichen Mann, dessen Tod von jenen gefeiert wird, die jahrelang von ihm profitierten.

Meister Kloß
„Meister Kloß" düsteres Jazz-Chanson Bänkelsang-Stil

P.S. Über Spenden wird Buch geführt.

„Meister Kloß“ erzählt im besten Bänkelsang-Stil von einem reichen Mann, dessen Tod von jenen gefeiert wird, die jahrelang von ihm profitierten. Eine zynische Moritat über menschliche Gier und Scheinheiligkeit – vertont als düsterer Jazz-Chanson im Geiste des Weimarer Kabaretts. Galgenhumor at its best.

Meister Kloß

(C) Rainer Wittmann, 2026

Dunkle Lichter, in blassen Gesichtern,
ja, die Stimmung ist famos.
Auf dem Hügel, Pferde-Zügel,
und der Kopf von Meister Kloß.

Sie tanzen, schwingen wild die Pranken,
auch die Schreie – rigoros.
Wie wild sie feiern, wie unter Geiern,
den Tod von Meister Kloß.

Vermaledeite Blutsauger,
immer nur auf Raub –
„Her damit, gebt alles her!“
von ihren Schreien wird man taub.

Meister Kloß ist nicht mehr da,
sie singen unisono – „La, la, la“.
Wie Hyänen feiern sie seinen Tod,
und dabei täte das doch gar nicht Not.
Er speiste sie an seinem Tische,
gab Obdach ihnen Jahr um Jahr,
nun tanzen sie auf seinem Grabe,
was für ein seltsames Gehabe.

Lange Jahre lebten sie auf seine Kosten,
pflückten dreist von seinem Glücke Knospen,
gingen ein und aus und holten raus
was eben geht aus einem reichen Haus.

Nun ist Herr Kloß seit Tagen nicht mehr da,
sie feiern trotzdem auf dem Holz-Altar,
springen wild umher, skandieren wild,
dass es den anderen Reichen ebenso ergehen wird.

Vermaledeite Blutsauger,
immer nur auf Raub –
„Her damit, gebt alles her!“
von ihren Schreien wird man taub.

Meister Kloß ist nicht mehr da,
sie singen unisono – „La, la, la“.
Wie Hyänen feiern sie seinen Tod,
und dabei täte das doch gar nicht Not.
Er speiste sie an seinem Tische,
gab Obdach ihnen Jahr um Jahr,
nun tanzen sie auf seinem Grabe,
was für ein seltsames Gehabe.

Die Glocken läuten, der
nächste Mann ist tot. Meister Klinge
sprang ungewollt über selbige. Wieder einer
weniger – noch ein Reicher – tot.
Meister Klinge ist nicht mehr da,
und wieder hört man – „La, la, la“.
Wie Hyänen feiern sie auch seinen Tod,
doch dabei täte es doch gar nicht Not.
Er speiste sie an seinem Tische,
gab Obdach ihnen Jahr um Jahr,
nun tanzen sie auf seinem Grabe,
was für ein seltsames Gehabe.

Und die Moral von der Geschicht‘
gib den Hyänen – gar nichts.

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