Dieses Lied ist eine Liebeserklärung an das bayerische Lebensgefühl – ehrlich, bodenständig und mit vollem Bauch.
Zwischen Sonntagsbraten, Leberkäs, Weißwurst und Dampfnudel feiert der Song den Genuss ohne schlechtes Gewissen und ohne Belehrung. Nicht als Folklore-Parodie, sondern als echtes Bekenntnis: Essen ist mehr als Nahrung – es ist Fürsorge, Gemeinschaft und Lebenslust.
Mit viel Humor und warmen Bildern erzählt der Text vom Alltag, vom Wirtshaustisch, vom Teilen und vom Sich-gehen-lassen-dürfen. Der Refrain bringt es auf den Punkt: Der Bauch weiß oft besser Bescheid als jeder Trend.
Musikalisch getragen von bayerischer Folk-Tradition wirkt der Song wie ein Moment nach dem zweiten Bier – wenn alle mitsingen, keiner diskutiert und alles genau richtig ist.
Ein Lied für Genießer.
Für Bayern.
Und für alle, die wissen: Verzicht macht nicht glücklich – ein gscheids Essen schon.
Mei Bauch hat recht
(C) Rainer Wittmann (2026)
[Strophe 1]
Wenn der Sonntag langsam anbrät
und der Ofen leise spricht,
steht der Braten schon bereit
und mir fehlt’s – an gar nix.
Dunkle Soß, a Knödel rund,
Blaukraut rot wie Abendlicht,
wer da noch von Diät was sagt,
hat vom Leben nix kapiert.
[Refrain]
Mei Bauch hat recht,
der weiß genau, was er mag.
Lieber satt und glücklich
als hungrig und geschniegelt.
Mei Bauch hat recht,
und er lügt mich nicht an:
A gscheids Essen is koa Sünd –
des is a Lebensplan.
[Strophe 2]
Leberkäs, warm aus der Pfanna,
Spiegelei drauf, Senf dazu,
Bratkartoffeln goldbraun dran –
jetzt lass mi bitte in Ruh.
Weißwurst lang vorm Zwölfuhrschlag,
Brezn reißt, der Senf is süß,
a Weißbier steht schon geschniegelt da
und nickt mir freundlich zu.
[Refrain]
Mei Bauch hat recht,
der meldet sich laut und klar.
Er will koa Smoothie-Lüge,
er will ehrlich, fettig, wahr.
Mei Bauch hat recht,
und des seit Jahr und Tag:
Er mag’s deftig, warm und viel –
so wias da Bayer halt so will.
[Bridge]
Obatzda auf’m Holzbrettl,
Zwiebeln, Radi, Brot,
Wurstsalat mit Essig, Öl,
des rettet jede Not.
Leberknödelsuppn dampft,
der Löffel hebt sich schwer,
des is koa Mahlzeit –
des is Fürsorge, ehrlich und fair.
[Strophe 3 ]
Wenn die Dampfnudel leise singt
in Vanillesoßenmeer,
und der Zwetschgendatschi weiß,
jetzt wird’s ernst, jetzt wird’s mehr.
Topfenstrudel warm serviert,
Zucker staubt wie Schnee,
wer da sagt: „Nur a kleines Stück“,
belügt sich selbst – Verrückt.
[Refrain]
Mei Bauch hat recht,
und er bleibt konsequent.
Er will Genuss mit Haltung
und a Bier, des ihn kennt.
Mei Bauch hat recht,
drum heb i no am Schluss
a Maß, an Obstler, a Lächeln –
und sag: So schmeckt Lebenslust.
[Outro – gesprochen]
Und wenn einer fragt,
ob des gesund is?
Sag i:
Mei Söhl auf jeden Fall.


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