„Lola Lu aus Tuvalu“ ist ein klassischer Urlaubsschlager mit einem ungewöhnlichen Ziel: einem Ort, den kaum jemand auf der Landkarte findet – und genau deshalb nie wieder vergisst.
Tuvalu ist ein winziger Inselstaat mitten im Pazifik, weit entfernt von allem, was laut, hektisch oder überlaufen ist. Neun flache Atolle liegen dort wie zufällig ins Meer gestreut, so niedrig, dass Himmel und Ozean fast ineinander übergehen. Es gibt keine großen Hotelanlagen, keine Strandpromenaden, keine Eile. Stattdessen: Lagunen, Korallenriffe, Palmen, Wind – und sehr viel Zeit.
Der Song erzählt von einer Reise an diesen abgelegenen Ort, von einer Ankunft nach langer Strecke, von einem Land, in dem man nicht mit Karten oder Konten zahlt, sondern mit Geduld, Nähe und Augenblicken. Tuvalu wird hier nicht als Urlaubsziel verkauft, sondern als Gefühl: weit weg von der Welt, nah bei sich selbst.
Im Mittelpunkt steht Lola Lu, die zur Verkörperung dieses Ortes wird – warm, ruhig, unerreichbar und doch ganz nah. Sie ist die „Perle des Pazifiks“, so wie Tuvalu selbst oft beschrieben wird: schön, fragil und eigenwillig. Ein Ort, an dem man bleibt, nicht weil alles perfekt ist, sondern weil nichts drängt.
Der Schlager verpackt diese Sehnsucht im Gewand der 70er-Jahre: große Melodien, ehrliche Gefühle, ein Refrain zum Mitsingen. Hinter der Leichtigkeit schwingt eine stille Tiefe mit – die Ahnung, dass manche Orte nicht für immer da sind und dass gerade das sie kostbar macht.
„Lola Lu aus Tuvalu“ ist kein Reiseführer und kein politisches Statement. Es ist eine Liebeserklärung an das Langsame, an das Abgelegene – und an die Idee, dass es auf der Welt noch Plätze gibt, an denen Urlaub nicht Konsum bedeutet, sondern Begegnung.
Vielleicht fahren nach diesem Lied nicht sofort Massen nach Tuvalu.
Aber vielleicht träumen ein paar mehr Menschen davon.
Lola Lu aus Tuvalu
(C) Rainer Wittmann (2026)
[Strophe 1]
Ich kam mit dem Flieger, der nur dienstags fliegt,
über Inseln, wo Einsamkeit still überwiegt,
Dreißig Stunden für ein Lächeln von dir,
kein Licht auf der Landebahn, nur Hoffnung in mir.
Wir landeten dort, wo die Kinder noch rennen,
über Sandflächen, die sie Fußballplatz nennen.
Kein Taxi, kein Plan, nur der Wind, der was sagt,
und ein Hotel und Palmen ohne Karat.
[Refrain]
Lola Lu aus Tuvalu,
mit dir bin ich nun auf Du und Du,
du hast mich überrascht
in der letzten Nacht!
Lola Lu aus Tuvalu,
Perle des Pazifiks.
Ich liebe dich …
Mädchen aus der Tuchfabrik.
[Strophe 2]
Du lachtest, als ich fragte, womit man hier bezahlt,
und sagtest: „Na, mit Muscheln, die man mahlt.“
Kein Schalter, kein Konto, nur Sonne auf der Haut,
statt Telefon nur Rauchzeichen aus Wurzelkraut.
Dein Land ist so flach wie mein Herz ohne dich,
fünf Meter Himmel – und das Meer gegen sich.
Es kommt jeden Tag näher, ganz leise, ganz sacht,
doch heut bleibt es friedlich… und du hältst mich wach.
[Refrain]
Lola Lu aus Tuvalu,
mit dir bin ich nun auf Du und Du,
du hast mich überrascht
in der letzten Nacht!
Lola Lu aus Tuvalu,
Perle des Pazifiks.
Ich liebe dich …
Mädchen aus der Tuchfabrik.
[Bridge]
Sie sagen, die Insel verschwindet im Blau,
doch ich bleib, solange ich bei dir sein darf.
Wenn morgen nichts bleibt als ein Name im Wind,
dann weiß ich: dass wir hier waren, stimmt.
Du nähst mir die Zukunft aus salziger Zeit,
Stich für Stich gegen die Endlichkeit.
[Letzter Refrain 2x FULL POWER]
Lola Lu aus Tuvalu,
(Lola Lu)
mit dir bin ich nun auf Du und Du,
(Du und du)
du hast mich überrascht
in der letzten Nacht!
Lola Lu aus Tuvalu,
Perle des Pazifiks.
Ich liebe dich …
Mädchen aus der Tuchfabrik.
[OUTRO]
Lola Lu aus Tuvalu.
Lola Lu aus Tuvalu.
Hör mir zu.
Die Perle des Pazifiks.
Bist du.


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