„I hob di gestern wieder gseng“ ist ein niederbayerisches Liebeslied aus der Feder von Peter, einem ehemaligen Freund. Der Text entstand vor über zwanzig Jahren und spiegelt eine Zeit wider, in der Gefühle oft größer waren als die Worte dafür. Peter hatte die seltene Gabe, Verliebtheit, Hoffnung und Unsicherheit ohne Ironie auszudrücken – offen, direkt und verletzlich.
Das Lied erzählt vom Warten, vom Festhalten an Erinnerungen und von der leisen Hoffnung, dass sich etwas doch noch wenden könnte. Der Dialekt verleiht dem Text eine besondere Nähe und Ehrlichkeit. Nichts ist überhöht, nichts versteckt. Es geht um echte Sehnsucht, um Zweifel und um das Gefühl, jemanden nicht loslassen zu können, obwohl der Weg unklar ist.
Musikalisch wurde das Lied vor über zwei Jahrzehnten gemeinsam umgesetzt und trägt bis heute den Charakter dieser Zeit in sich. Die heutige Neuinterpretation nähert sich dem Original mit Respekt, ohne es kopieren zu wollen. Sie bewahrt den Kern des Textes und lässt ihn in einem ruhigen, bayerischen Klangbild weiterleben.
Dieses Lied ist kein Rückblick mit Wehmut, sondern ein stilles Zeugnis dafür, wie intensiv und ehrlich Gefühle sein können – besonders dann, wenn man sie noch ungefiltert zulässt.
I hob di gestern wieder gseng (Remastered 2025)
(C) Urfassung Peter Schäfer (ca. 2000)
[VERS 1]
Wenn i heid amal, wieder an di denk
an die schena Dog, vom letztn Joa.
Hand in Hand, mit dir durchs Leben geh.
Warum is des, jetzad nimma woa.
Mei oanziger Wunsch is zerstört
mit dir durchs Leben zu geh’n
I bin dir verfalln
I hab di unheimlich liab
Und i mecht bloß wissen
wannst de du wieder meldst
[REFRAIN]
I hob di gestern wieder gseng,
i hob di immer no meng.
des beidl an da zimmerwand
du und i hand in hand
doch jetzad bist du fui zweit weg
warum hast du des bloß gmacht
hast wohl nur an di dacht
hast wohl nur an di dacht.
[VERS 2]
D’Arbeit, hod ma wieder Freid brocht
Weil i gwusst hob, dass i di bald wieder sig
S’Lehm hod an Sinn g’macht,
weil da wer war, der mi braucht,
weil da wer war, der auf mi wart.
Du sagst du mechast
Mi gern wieder seng
Hast aber Angst davor
Und i frag mi warum
[BRIDGE]
Hast vielleicht Angst davor
S’warad no a Gful da fia mi
Und du wulst zu mir zruck
I frag di „Wa des so schlimm“
Hmm. „Wa des so schlimm“
[REFRAIN]
I hob di gestern wieder gseng,
i hob di immer no meng.
des beidl an da zimmerwand
du und i hand in hand
doch jetzad bist du fui zweit weg
warum hast du des bloß gmacht
hast wohl nur an di dacht
hast wohl nur an di dacht
[VERS 3]
Meine netten Freind, wiast sagst,
Kennan ma ned helfa.
Weils ma mein Kummer und Schmerz
Ned nemman kennan.
Denn sie kennan ned versteh,
warum i so an dir häng
Doch du bist es wert
Weil du ganz was B’sonders bist
[BRIDGE INCREASING POWER]
I ko ohne di nimmer sein,
weil i hob di so liab.
I gib da alle Zeit
Alle Zeit diesd brauchst.
I gawad ois dafür her,
Wenn ma bloß wieder zam sa kantn.
Also denk doch drüber nach.
Denn i brauch di so sehr.
I brauch di so sehr.
[ACCORDEON SOLO]
[REFRAIN FULL POWER 2X]
I hob di gestern wieder gseng,
i hob di immer no meng.
des beidl an da zimmerwand
du und i hand in hand
doch jetzad bist du fui zweit weg
warum hast du des bloß gmacht
hast wohl nur an di dacht
hast wohl nur an di dacht


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