Dieses Stück ist kein Lied im klassischen Sinn.
Es ist ein Zustand.
Wenig Text, viel Raum.
Eine klare, ruhige Männerstimme steht im Mittelpunkt – aufrecht, geerdet, ohne Traurigkeit.
Die Worte wiederholen sich, wie Gedanken, die bleiben dürfen.
Ein Chor antwortet nur im Echo, als käme die Stimme aus der Landschaft selbst zurück.
Musikalisch getragen von bayerischen Instrumenten, aber ohne Folklore-Geste.
Kein Pathos, kein Tempo, kein Ziel.
Nur Nähe und Abstand. Oben und unten. Stimme und Stille.
Ein Stück für den Winter.
Für das Stehenbleiben.
Für dahoam – nicht als Ort, sondern als Gefühl.
I fühl dei Liab
(C) Rainer Wittmann, 2025
[REFRAIN]
Ich steh oben
und schau nach unten
Du stehst unten
und schaust nauf
I hör dei Stimm’
du hörst mei Stimm
I fühl dei Liad
fühlst du mei Liab?
[VERS]
So weit weg
und doch so nah
Koane Wort
nur des, was da war
I wart auf di
du wartst auf mi
Auf’m Weg.
Auf unserm Weg.
[VERS]
Da Wind geht leis.
So leis‘ wie du.
Da Ton bleibt steh.
Auch mei Hand.
I hör nix mehr
Hörst du no wos?
Dei Stimm’
Mei Stimm‘
[REFRAIN]
I steh oben
und schau nach unten
Du stehst unten
und schaust nauf
I hör dei Stimm’
du hörst mei Stimm
I fühl dei Liad
fühlst du mei Liab?
[VERS]
I fühl dei Liab
I fühl dei Liab
Du hörst mei Stimm
du hörst mei Stimm
Koane Frang
koa Zeit
Nur des Liad
I hab di liab!


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