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Dieses Lied erzählt vom Moment nach dem Gehen. Nicht vom großen Knall, sondern von der Leere, die bleibt, wenn jemand mitten im Alltag verschwindet. Zwischen Butterbrotpapier, einer offenen Flasche Bier und einem verstimmten Klavier wird Trennung zur Bestandsaufnahme: Was bleibt, was wird verteilt, was lässt man zurück.

Dann geh doch!
Dann geh doch! Die Leere nach dem Abschied - rainerlei.de

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Dieses Lied erzählt vom Moment nach dem Gehen. Nicht vom großen Knall, sondern von der Leere, die bleibt, wenn jemand mitten im Alltag verschwindet. Zwischen Butterbrotpapier, einer offenen Flasche Bier und einem verstimmten Klavier wird Trennung zur Bestandsaufnahme: Was bleibt, was wird verteilt, was lässt man zurück. Der Text lebt von einfachen, fast beiläufigen Bildern, die umso härter treffen. Schlüssel, Zeit, Sonntage, Regen – alles wird gerecht aufgeteilt, weil Gefühle es nicht mehr sind. Der Refrain zieht eine klare Grenze, während das leise, fast ironische Outro zeigt, wie wenig endgültig selbst klare Worte manchmal sind. Es ist kein Lied über Schuld oder Drama, sondern über das Funktionieren nach dem Bruch. Über Würde, Müdigkeit und den Versuch, Ordnung zu schaffen, wo eigentlich nichts mehr zu ordnen ist. Ein Abschied, der nicht laut wird – aber lange nachhallt.

Dann geh doch!

(C) Rainer Wittmann (2026)

[VERS 1]

Butterbrotpapier, eine Flasche Bier,
der Abend liegt kaputt auf dem Klavier.
Ich weiß nicht mal, ob ich trinken will,
aber Stille schreit lauter als jedes Gefühl.

Du bist gegangen, kurz vor vier,
hast nur gesagt: „Ich will gar nichts mehr von dir!“.
Ich bin nicht neu, kein Frühlingsbeginn,
nur ein Mann, der weiß, wie alt er ist.

[BRIDGE]

Du nimmst den Schlüssel, ich behalt das Schloss.
Du die Sonntage, ich den leeren Trost.
Du nimmst den Morgen, ich die letzte Nacht.
Wir teilen jetzt sogar, wer zuerst lacht.

[REFRAIN]

Dann geh doch.
Geh einfach raus aus meinem Film.
Dann geh doch.
Und halt dich raus aus dem, was ich bin.

Jetzt geh doch.
Lass mich endlich allein.
Ja, geh doch.
Ich will gar nicht mehr dein sein.

[VERS 2]

Ich krieg die Uhr, du die Zeit darin.
Du den Kalender, ich keinen Sinn.
Du nimmst die Fragen, ich die Antwort nicht,
man trennt erstaunlich viel, wenn Liebe zerbricht.

Wir teilen den Regen, du gehst, ich bleib.
Du nimmst die Gründe, ich nur das „vielleicht“.
Wir zählen gerecht, wir zählen genau,
denn Fairness ist wichtig,
wenn man nichts mehr braucht.

[BRIDGE 2]

Doch das, was brennt, das lass ich hier.
Ich hab es dir gegeben,
lange vor dem Wir.
Und was man schenkt,
nimmt man nicht zurück.
Denn Zurücknehmen
wäre Raub am Glück.

[REFRAIN (2×)]

Dann geh doch.
Geh einfach raus aus meinem Film.
Dann geh doch.
Und halt dich raus aus dem, was ich bin.

Jetzt geh doch.
Lass mich endlich allein.
Ja, geh doch.
Ich will gar nicht mehr dein sein.

[OUTRO]
Oder wollen wir es doch noch einmal probieren?
War doch… eigentlich… gar nicht so schlecht.
(Echt?)

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