ABSURDITIS ist kein Song über Krankheit – sondern über einen Zustand.
Über ein Leben, das funktioniert, aber sich seltsam falsch anfühlt. Über Menschen, die wach sind, leistungsfähig, integriert – und trotzdem spüren, dass irgendetwas nicht stimmt.
Der Track tarnt sich als nüchterner Arztbericht: Befunde, Diagnosen, Empfehlungen. Doch hinter der klinischen Sprache verbirgt sich eine bittere, ironische Bestandsaufnahme des Alltags. Zwischen Routine, Verantwortung und Anpassung wird ABSURDITIS zur gesellschaftlichen Diagnose – weit verbreitet, kaum behandelt.
Musikalisch trifft dunkler, kompromissloser HipHop auf eine kühle, fast sterile Atmosphäre. Keine Heilungsversprechen, kein Pathos. Nur Beobachtung. Nur Realität.
Der Refrain bringt es auf den Punkt: lebendig, stabil – und trotzdem absurd.
ABSURDITIS ist Satire mit Skalpell.
Ein Track für alle, die weitermachen, obwohl sie nicht wissen warum.
Arbeitsfähig. Lebensfähig. Zweifelhaft.
Diagnose: Absurditis
(C) KI generiert (2026)
[Intro – gesprochen, ruhig]
Patient erscheint selbstständig.
Wirkt wach.
Leicht ironisch.
Keine akute Einsicht.
[Strophe 1]
Patient klagt über Druck im Kopfbereich,
seit Jahren stabil, nur nachts wird es weich.
Puls regelmäßig, Blick leicht verschoben,
spricht flüssig von Zukunft, meint aber gestern und oben.
Keine äußeren Wunden, kein sichtbarer Bruch,
doch innere Werte machen keinen Besuch.
Fragt nach Sinn, bekommt Zahlen zurück,
wir messen sein Leben in Milligramm Glück.
[HOOK]
Hoffnungswerte: grenzwertig niedrig.
Realitätssinn: deutlich erhöht.
Träume pro Nacht: unter Normbereich.
Mut-Rezeptoren: chronisch erschöpft.
[Pre-Hook]
Befund: lebendig.
Zustand: stabil.
Nebenwirkung: alles fühlt sich zu viel an und zu viel still.
Therapie: weitermachen.
Prognose: unklar.
Bitte lächeln – Sie sind noch da.
[REFRAIN]
Absurdítis – du hast Absurdítis
Keine Schmerzen, doch nichts ist wirklich richtig.
Absurdítis – chronisch diffus
Nicht gefährlich, aber gesellschaftlich Standardstatus.
Absurdítis – du hast Absurdítis
Alles läuft, doch es fühlt sich leer an.
Absurdítis – kein Befund, kein Ziel
Nur Alltag in Reinform – und davon zu viel.
[Strophe 2]
Anamnese ergibt: zu viel gedacht,
zu selten geschlafen, zu oft gelacht.
Chronische Zweifel, bekanntes Syndrom,
nennt sich Alltag, wird nicht therapiert, lohnt sich kaum.
Patient fragt leise nach Dauer und Sinn,
wir sagen: „Beobachten“, schreiben nichts hin.
Empfehlen Bewegung, raten zu Zeit,
verordnen Geduld – Dosierung: „vielleicht“.
[Strophe 3]
Diagnose: akute Erwachsensein-Komplikation,
Symptome: zu viel Verantwortung, zu wenig Rebellion.
Patient zeigt Tendenzen zum funktionalen Dasein,
atmet selbstständig, zahlt Rechnungen, wirkt fast schon rein.
Wir notieren: „integriert sich gut ins System“,
keine Fluchtversuche, keine Schreie, alles bequem.
Führt Kalender, hat Pläne, kennt alle Termine,
Verdacht auf Anpassung – fortgeschrittenes Stadium, klinisch.
Empfehlung: sporadischer Wahnsinn, dosiert, kontrolliert,
einmal pro Woche Sinnlosigkeit, bevor es eskaliert.
Bei Bedarf: spontanes Lachen ohne Grund,
dreimal täglich Träumen – vor dem Schlafengehen, per Mund.
[REFRAIN]
Absurdítis – du hast Absurdítis
Seit Jahren bekannt, nur nie richtig diagnostiziert.
Absurdítis – gesellschaftlich
Weit verbreitet, kaum jemand therapiert.
Absurdítis – du hast Absurdítis
Kein Ende in Sicht, nur Verlauf.
Absurdítis – lebenstauglich
Man kommt damit klar.
Irgendwie auch.
[Bridge]
Notiz am Rand: Patient wirkt erstaunlich normal,
verdächtig unauffällig – fast schon fatal.
Keinerlei Rebellion, keine Gegenwehr,
nimmt Medikation „Montag bis Freitag“ ohne Beschwer.
Sozialverhalten: angepasst, höflich, zahm,
lächelt auf Kommando, funktioniert nach Plan.
Warnung an Kollegen: gut überwachen,
Patient könnte plötzlich aufwachen.
[REFRAIN]
Absurdítis – du hast Absurdítis
Befund stabil, doch das Gefühl bleibt kritisch.
Absurdítis – kein Notfall, kein Ziel
Nebenwirkung: Leben fühlt sich manchmal an wie Spiel.
Therapie: durchhalten.
Heilung: nicht vorgesehen.
Rezept: Weitermachen.
Beipackzettel: Leben.
[Outro]
Entlassung in den Alltag.
Keine Medikamente.
Nur Verantwortung.
Patient nickt.
Geht.
Pause.
Wiedervorlage: unbestimmt.
Status: ambulant existierend.
Nächster, bitte.


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